Die computergestützte Fahrzeugdiagnose umfasst das Anschließen eines speziellen Diagnosegeräts (z. B. OBD-II-Scanner) an den Bordcomputer des Fahrzeugs, um gespeicherte Daten aus den elektronischen Systemen auszulesen und zu analysieren. Moderne Autos verfügen über zahlreiche Sensoren und Steuergeräte, die Funktionen wie Motor, Bremssystem, Sicherheitsfunktionen, Klimaanlage und Infotainmentsysteme überwachen und steuern.
So läuft der Diagnoseprozess ab:
- Anschluss des Diagnosegeräts
Der Mechaniker verbindet das Diagnosegerät mit dem Diagnosestecker des Fahrzeugs – meist unter dem Lenkrad oder in der Nähe des Armaturenbretts. - Auslesen von Fehlercodes
Das Gerät kommuniziert mit dem Steuergerät und liest Fehlercodes (DTC – Diagnostic Trouble Codes) aus, die auf bestimmte Störungen hinweisen. - Analyse der Fehlercodes
Jeder Code steht für ein spezifisches Problem – etwa im Zündsystem, Temperatursensor oder Abgassystem. Die Codes können standardisiert (OBD-II) oder herstellerspezifisch sein. - Echtzeitdaten auswerten
Neben den Fehlercodes kann das Gerät Live-Daten anzeigen, z. B. Motordrehzahl, Kühlmitteltemperatur, Kraftstoffdruck oder Luft-Kraftstoff-Verhältnis – ideal zur Fehlerursachenerkennung. - Interpretation und Diagnose
Der Mechaniker analysiert die Daten, um eine genaue Diagnose zu stellen und defekte oder verschlissene Komponenten zu identifizieren. - Löschen der Fehlercodes
Nach der Reparatur oder dem Austausch kann der Mechaniker die Fehlercodes zurücksetzen, um sicherzustellen, dass das Problem behoben ist. - Testfahrt nach der Reparatur
Eine Probefahrt dient der Kontrolle, ob alle Systeme einwandfrei funktionieren und keine neuen Fehler auftreten.
